Eine kleine himmlische Geschichte 

Georg Lauterbach wurde am 21.12.1856 in Hoof geboren. Er und seine Frau Maria Elisabeth geboren 1859, wohnten mit ihren drei Kindern: Johannes, Marie und Christine, die mit drei Jahren verstarb, an der Kirche, im heutigen Haus Nöding. Georg Lauterbach arbeitete als Steinhauer und Maurer und hatte ein paar Kühe sowie eine kleine Landwirtschaft.

Als die Kassel Naumburger Kleinbahn 1904 ihren Betrieb aufnahm, wurde er vom Königlichen Landratsamt aufgefordert zu entscheiden, ob er am Hoofer Bahnhof eine Gastwirtschaft bauen wollte. Er hatte ja den günstigen Bauplatz, seinen Steinhauerplatz und alle redeten ihm gut zu.

Er besaß 3000 Mark, der Neubau sollte aber 16.000 Mark kosten. Er schrieb in seiner Gedenkschrift: „Nach langer Beratung mit meiner lieben Frau, die doch sehr gegen das Bauen war, entschloss ich mich zuletzt mit schweren Sorgen zu Bauen.“ Alle Sandsteine, die am Haus verbaut wurden, hat er selbst behauen. Carl Otto und Adam Seeger mauerten das Haus. Es wurde im Juni 1905 fertig gestellt. Es waren zehn Firmen am Bau beteiligt. „Ich und meine liebe Frau bekamen während der Bauzeit keinen Schlaf vor lauter Gedanken. Aber der Liebe Gott hat uns geholfen und wir haben ohne eine böse Mine alle Geschäftsleute zufrieden gestellt.“

In den 30'er Jahren errichteten sie einen Saal, der über der Hofzufahrt gebaut wurde, da die Scheune an der Grenze stand. Unterhalb der Gastwirtschaft stand ein Karussell und die Gäste brachten ihr Kaffeepulver selbst mit, und die Wirtsleute lieferten das heiße Wasser. Nach dem Krieg übernahmen Martha und Fritz Lauterbach von Johannes und Elise Lauterbach die Gaststätte u. Landwirtschaft. Nach dem plötzlichen Tod von Martha Lauterbach am 1. Mai 1977 führen Gerhard u. Liesel Lauterbach mit ihren Kindern den Betrieb.

Bei einem schweren Gewitter 1952 brannte, nach einem Blitzschlag, das Dachgeschoss aus. Die Hoofer Feuerwehr konnte den Brand nicht löschen, erst als die Berutsfeuerwehr von Kassel anrückte und Schläuche zum Teich, der von Kiekebusch's legte, konnte gelöscht werden. Die erste Etage wurde durch das Löschwasser stark beschädigt. Da unser Haus in der Presse stand, kauften wir ab 1966 den Garten stückchenweise. Und in dieser Zeit wurden die ersten Fremdenzimmer gebaut.

villaNach dem die Bundesstraße 1976 gebaut wurde und wir in einer Sackgasse lagen, überlegten Fritz und Gerhard wie kann es weitergehen ohne Durchgangsverkehr? Sie beschlossen eine Discothek unter dem Saal zu bauen. Es musste, um Zimmerhöhe zu bekommen alles mit der Hand ausgehoben werden. 1978 wurde sie eröffnet. Jetzt hatten wir einen Vorteil durch die Sackgasse, wir hatten keine Parkplatzprobleme.

1989 ging die Villa Schmidt in unseren Besitz über. Sie war sehr heruntergekommen und wurde von Grund auf renoviert. Der Bahnhof sollte 1990 verkauft werden, es gab mehrere Interessenten die aber alle abgesprungen sind weil sie kein Geld hatten. Wir wurden gefragt ob wir ihn kaufen wollten und wir kauften noch eine Bruchbude. Es dauerte 4 Jahre bis der Bahnhof gerichtlich geräumt war. Er wurde renoviert und wir bauten links und rechts an.

 

 

bahnhof

 

www.gasthaus-himmel.de

 

 

Adresse

Gasthaus Himmel
Fam. Lauterbach
Korbacher Straße 397
34270 Schauenburg (Hoof)

Anreise

Schauenburg Hoof